Die Nashörner

Ein zeitloses Stück über Menschlichkeit und Herdentrieb

Das Stück «Die Nashörner» von Eugène Ionesco befasst sich auf ebenso humorvolle wie tiefschürfende Art und Weise mit dem Phänomen des menschlichen Herdentriebs. Ein Phänomen, das zeitlos ist und heute genauso zum Weltgeschehen passt wie 1957, als Ionesco das Stück schrieb.

Was tun wir: Der Masse folgen oder die Menschlichkeit in den Vordergrund rücken und mit Herzintelligenz eine eigene Meinung bilden? Das ist die Frage, die sich heute einmal mehr brandaktuell stellt.

Mit seinem Werk „Die Nashörner“ gelingt dem Autoren Ionesco das Kunststück, uns den Spiegel auf humorvolle Weise vorzuhalten: Die Dialoge, was angesichts der immer zahlreicher werdenden Dickhäuter zu tun oder zu lassen sei, sind von solch feinem Gespür für die Absurdität des menschlichen Denkens, dass man beim Blick in diesen Spiegel nur noch lachen kann.

In „Die Nashörner“ folgen die Protagonisten dem Herdentrieb. Egal ob Logiker, Akademiker, Arbeiter oder Sekretärin: Sie alle überlassen das Denken einer dubiosen Obrigkeit und sind nicht bereit, in die Verantwortung zu gehen. Haben nicht den Mut, sich gegen die allgemeine Trendwende aufzulehnen. Sie alle verstecken sich in der Masse, sind froh, wenn sie nicht behelligt werden und trampeln unauffällig hinterher…. Alle?

Die Aufführungen fanden vom 23. Juni bis 19. August 2016 auf Berns Hausberg Gurten statt.

Weitere Infos: www.theatergurten.ch

STÜCK VON:
Eugène Ionesco

REGIE:
Livia Anne Richard

KOMPOSITIONEN: 
Hank Shizzoe

SCHAUSPIEL:
Fredi Stettler, Markus Maria Enggist, Corinne Thalmann, Adamo Guerriero uvm.

KOSTÜME: 
Katrin Schilt

BÜHNENBILD: 
Fredi Stettler

FOTOGRAFIE:
Hannes Zaugg-Graf

Eine Produktion des Theater Gurten Bern